Praxis Dr. Stadelmann
ORTHOPÄDISCHE CHIRURGIE
Dr. med. Anton Stadelmann
Stadelhoferstrasse 38 - 8001 Zürich - Tel. 044 262 01 62 
info@orthopaedie-stadelmann.ch

 

  

Am Fuss wird häufig ein Hallux valgus oder ein Hallux rigidus, eine Hammerzehe oder eine Krallenzehe operiert  s. ganz unten   

 

Operationen am Fuss 

 

 

oder www.orthopaedie-zuerich.info/4906.html

 

 

Hand Handchirurgie Ellenbogen Tennisellbogen

Häufig operiert werden durch den Spezialisten für den Bewegungsapparat
(Facharzt für orthopaedische Chirurgie) an der Hand und am Handgelenk:
 


Einfache Radiusfraktur (Nicht verschobener Knochenbruch)

Das häufigste Problem am Handgelenk ist die Radiusfraktur (Handgelenksbruch). Je nach Bruchart, welche im Röntgenbild festgestellt wird,  kann mit einem Gipsverband oder einer Schiene behandelt werden. Oft sind dann weitere Röntgenkontrollen notwendig um festzustellen, ob die Knochenfragmente (Knochenbruchstücke) sich nicht verschoben haben. 

zum Seitenanfang

Dislozierte Radiusfraktur (verschobener Knochenbruch)

Eine Radiusfraktur (Handgelenkbruch), bei welcher der Knochen stark gestaucht worden ist, oder wo  die Knochenfragmente (Bruchstücke) stark verschoben sind, wird meist mit einem speziellen Handgelenksfixateur stabilisiert. Es kann dann nach Reposition der Fraktur (Einrichten des Bruchs) der entstandene Knochendefekt mit eigenem Knochen oder mit Kunstknochen aufgefüllt werden. Manchmal kann es notwendig sein den Bruch mit einer speziellen Metallplatte zu verschrauben.  

zum Seitenanfang

Bandrisse, Knorpelabscherung, Gelenkkörper am Handgelenk

Das Handgelenk kann mit speziell dafür geschaffenen Instrumenten auch arthroskopiert (gespiegelt) werden, wie die grossen Gelenke. Bei der Handgelenksarthroskopie kann einerseits der Gelenkknorpel  (Ueberzug des Knochens auf der Gelenkfläche) beurteilt und in seltenen Situationen auch behandelt werden. Es können abgesplitterte Knorpelstücke bei derArthroskopie entfernt werden, damit diese nicht mehr einklemmen.

zum Seitenanfang

Ganglionexcision

Am Handgelenk kann häufiger als an anderen Gelenken ein Gelenkganglion auftreten. Es handelt sich um eine Art Ausstülpungen der Gelenkhaut aus dem Gelenk. Es findet sich dabei ein sich prall anfühlender Höcker, welcher sich meist nicht oder kaum verschieben lässt. Dieser Höcker kann dorsal (auf dem Handrücken) oder volar (über den  Sehnen auf der Seite des Handtellers) auftreten. Wenn ein solches Ganglion Schmerzen verursacht oder über längere Zeit  besteht, kann es exzidiert (ausgeschnitten) werden.  Ausser bei Schmerzen kann auch das Grösserwerden der Grund sein, dass  ein solches Ganglion entfernt wird.

zum Seitenanfang

Operation bei Carpaltunnelsyndrom (Einengung eines Nerven)

Ein häufiges Leiden an der Hand ist das sogenannte Carpaltunnelsyndrom (CTS). Bei diesem Leiden schlafen oft in der Nacht die Finger, besonders Daumen und Zeigfinger ein. Es kann auch vorkommen, dass wegen der Gefühlsstörung und einer ebenfalls vorkommenden Muskelschwäche festgehaltene Gegenstände aus der Hand fallen.  Der Medianusnerv wird bei diesem Leiden unter dem Ligamentum carpi transversum (einem Band auf der Beugeseite des Handgelenks) eingeengt. Dieses Band kann dann durch eine Operation gespalten werden, sodass der Tunnel, in dem der Nerv verläuft wieder grösser wird. Hat der Nerv wieder genügend Raum, kann er sich erholen und die Gefühlsstörung wie auch die allfällig vorhandene Muskelschwäche bessert wieder.

zum Seitenanfang

Operation des Triggerfingers (schnellender Finger)

Der Triggerfinger oder schnellende Finger ist ein häufiges Leiden. Es  kann der Daumen oder fast ebenso häufig der Mittelfinger betroffen sein. Eine Sehne kann sich unter dem  sogenannten Ringband nicht mehr frei bewegen und hängt dann an.  Wird dann der Finger weiter gestreckt, schnellt er dann plötzlich in die Streckstellung. Dieser Vorgang ist oft schmerzhaft. Durch eine Spaltung des Ringbandes kann die Sehne wieder befreit werden.

Als Alternative zur Operation kann oft auch mit einer Kortisonspritze welche gerade neben die Sehne unter das Ringband gespritzt wird auch eine gute Besserung erzielt werden. In einer Studie wo die Wirkung bei Patienten mit Zuckerkrankheit mit Patienten ohne Zuckerkrankheit verglichen worden sind zeigte sich bei Nichtdiabetikern nach einer Spritze eine Erfolgsrate von 76 %. Wenn die Patienten welche nach einer zweiten Spritze eine gute Besserung der Beschwerden erzielen konnten war die Erfolgsrate sogar 86 %.                                                                                                                            Literatur  "Corticosteroid Injection in Diabetic Patients with Trigger Finger" J Bone Joint Surg Am. 2007;89:2604-11.  

zum Seitenanfang

Operation der Rhizarthrose
(Arthrose des Gelenks zwischen dem Mittelhandknochen des Daumens und der Handwurzel)

Die Rhizarthrose ist bei Personen im mittleren bis höheren Alter sehr häufig. Das Gelenk zwischen  dem Mittelhandknochen des Daumens und dem Trapezium (einem der Handwurzelknochen) wird durch den Schlüsselgriff (Greifbewegungen zwischen Daumen und Zeigfinger) oder durch den Flaschengriff  (Griff zwischen Daumen und allen anderen Fingern) sehr beansprucht und deshalb abgenutzt. Können diese Greifbewegungen nur noch unter Schmerzen kraftlos ausgeführt werden, können verschiedene konservative (nicht operative) Massnahmen durchgeführt werden. Wird dadurch keine Besserung erzielt oder hält die Wirkung zu wenig lange an, gibt es die Möglichkeit einer Operation. Es wird dabei ein Teil oder das  ganze Trapezium (einer der  Handwurzelknochen) entfernt und der Zwischenraum mit einer Sehne als Platzfüller und Stabilisator aufgefüllt. Dabei wird die Sehne wie eine Sardelle aufgerollt, sodass manchmal auch von einer Sardellenplastik gesprochen wird. Am Anfang muss nach der Operation das Gelenk von aussen mit Gips und später eventuell mit einer Bandage stabilisiert werden. Es kann nach einer solchen Operation im Laufe von etwa drei Monaten mit einer deutlichen Schmerzbesserung und einer besseren Funktion gerechnet werden. Der ganze Erfolg in Bezug auf Schmerzen und Funktion tritt erst etwa 6 Monate nach der Operation ein.

Eine etwas einfachere Methode wurde im Jahre 2005 in den Operationsanleitungen "Surgical Techniques" publiziert. 

Literatur:

Gabriele Kriegs-Au et al "Ligament Reconstruction with or without Tendon Interposition to Treat Primary Thumb Carpometacarpal Osteoarthritis"  J Bone Joint Surg Am. 2005 87A-Supplement 1 page 78-85

 

Kahnbeinbruch (Fraktur des Os scaphoideum) 

Die Knochenbrüche des Os scaphoideum (Os naviculare oder Kahnbein) gehören zu den Frakturen welche nicht selten bei der ersten Konsultation nach einem Sturz auf die Hand nicht gleich diagnostiziert werden. Wenn nach einer "Verstauchung" des Handgelenks Schmerzen bestehen beim Aufstützen mit der Hand muss nochmals untersucht werden. Wenn der Arzt einen Druckschmerz in der sogenannten Tabatière (Vertiefung zwischen den Sehnen in der Verängerung des Daumens am Ende der Speiche) findet dann wird er   nochmals ein Röntgenbild anfertigen.  

Muss eine Fraktur des Os scaphoideum (Os naviculare) immer verschraubt werden ?

Verschraubt wird der verschobene Kahnbeinbruch da der Bruch sich ohne zu öffnen nicht richten lässt. Wenn ein solcher Bruch nicht behandelt wird resultiert über die Jahre eine Arthrose im sogenannten Radiocarpalgelenk weil die Kongruenz nicht mehr gegeben ist und an gewissen Stellen dadurch auf die Knochenpaarung ein hoher Druck einwirkt. 

Bei einer nicht dislozierten Fraktur des Os scaphoideum  (nicht verschobener Kahnbeinbruch) wurde früher oft auch eine Verschraubung durchgeführt in der Meinung es könnte dann im Unterschied zur Gipsbehandlung eher eine Heilung erzielt werden und weil kein Gips angelegt werde könnte dann später auch besser bewegt werden.  

Nun konnte mit einer seriös durchgeführten Vergleichsstudie (Therapeutic Level I study) durch die  Universität Uppsala gezeigt werden dass das Gegenteil der Fall ist. Die Patienten welche mit Gips behandelt worden sind hatten eine Heilungsrate von 100 %. Die Zuteilung ob verschraubt oder mit Gips behandelt wurde erfolgte randomisiert, das heisst nach dem Zufallsprinzip. Die mit Verschraubung behandelten 53 Patienten hatten bei der Nachkontrolle signifikant häufiger eine Arthrose zwischen dem Os scaphoideum (Kahnbein) und dem Os trapezium (Vieleckbein). Die mit  Gips behandelten 42 Patienten konnten auch etwas besser bewegen und hatten mehr Kraft beim Zupacken mit der halb geschlossenen Hand.  

Literatur: Bertil Vinnars et al  "Nonoperative Compared with Operative Treatment of Acute Scaphoid Fractures" A Randomized Clinical Trial. J. Bone Joint Surg Am. 2008;90:1176-85. 

 

Zu beachten ist, dass die meisten Operationen an der Hand  mit einer sogenannten Blutsperre ausgeführt werden müssen, um die Anatomie gut erkennen zu können. Damit eine solche Blutsperre (mit einer Art Manschette wie für die Blutdruckmessung) gemacht werden kann, muss der ganze Arm schlafen. Dies wird erreicht mit einem Nervenblock oder mit einer Narkose. Nur wenige Operationen an der Hand können in einer Lokalanästhesie ausgeführt werden.   

 

Ellenbogen Tennisellbogen Sulcus ulnaris Syndrom

 

Operation der Nerveneneinklemmung am Ellenbogen (Sulcus ulnaris Syndrom)

Wenn die Aussenseite der Hand und der Kleinfinger bei Berührung taub sind oder an dieser Stelle und oft bis in den Unterarm ein Schmerz auftritt könnte der Nerv (nervus ulnaris) im Bereich des Ellenbogens eingeklemmt werden. Der Nerv muss dort einen Knochenkanal passieren und kann dadurch gereizt werden. Es können sich Narben  um den Nerven bilden. Es gibt nun zwei Operationsmethoden wie der Nerv vom Reiz befreit werden kann. 

Bei der  Neurolyse werden einengende Gewebe um den Nerven durchtrennt und der Nerv wird Knochenkanal am Ellenbogen  (im Sulcus nervi ulnaris) belassen. Allfällige Knochenvorsprünge oder Rauhigkeiten am Knochen werden geglättet. 

Bei der Verlagerung des Nerven wird dieser aus dem Knochenkanal herausgelöst und neben dem Kanal (etwas weiter zum Körper hin) unter den Muskel oder unter die Haut verlagert.  

In einer Zusammenfassung der vier an sorgfältigsten durchgeführten wissenschaftlichen Arbeiten wurden die beiden Methoden verglichen. Es zeigte sich kein besseres Ergebnis wenn der Nerv zusätzlich zur Neurolyse auch gleich noch verlagert werde.                                                                                                     

Literatur  "Anterior Transposition Compared with Simple Decompression for Treatment of Cubital Tunnel Syndrome" J Bone Joint Surg Am. 2007;89:2591-8.  

Die Rhizarthrose (Arthrose im Daumensattelgelenk)

Die Rhizarthrose ist bei Personen im mittleren bis höheren Alter sehr häufig. Das Gelenk zwischen    dem Mittelhandknochen des Daumens und dem Trapezium (einem der Handwurzelknochen) wird     schmerzhaft und ist oft geschwollen. Mit der Daumenkuppe kann oft der Kleinfinger nicht mehr erreicht werden oder der Daumen kann nicht mehr abgespreizt werden. 

Operation bei Rhizarthrose (CMC I Arthrose) 

Bei der Operation (Eping Plastik) wird  das Trapezium ganz oder zur Hälfte entfernt und anstelle des entfernten Kochens wird eine Sehne aufgerollt und eingesetzt. Ob das ganze Trapezium entfernt werden muss wird anhand des Röntgenbildes entschieden. Zeigt das Gelenk zwischen Trapezium und Scaphoid (Kahnbein) auch eine Arthrose wird das ganze Knöchelchen entfernt. Das Problem der operativen Behandlung ist nicht die Operation selbst, sondern die langweilig lange Nachbehandlung mit Gips und Schiene.                   Bei der Operation  wird die Sehne durch ein Bohrloch im Mittelhandknochen geführt, womit das Gelenk stabilisiert wird. Das Ende der Sehne wird dann aufgerollt um den Platz des entfernten Kochens einzunehmen. Die Nachbehandlung bedingt einen Gips für 6 Wochen und dann eine Daumenschiene für weitere sechs Wochen. Die Schmerzen können in der Regel mit dieser Operation gut gebessert werden. Die Kraft beim Schlüsselgriff und beim Flaschengriff erreicht in der Regel etwa die Hälfte einer gesunden Hand. Die Operation kommt somit für diejenigen Patientinnen in Frage, welche wegen der Schmerzen nicht mehr so viel Kraft aufbringen können.   

 

Operationen am Fuss 

 

Hallux valgus 

Häufig operiere ich  die Fehlstellung der Grosszehe (Hallux valgus). Beim Hallux     valgus schaut die Grosszehe übermässig stark nach der Aussenseite des Fusses. Durch die Fehlstellung wird  das Grundgelenk der Grosszehe falsch belastet. Störend wirkt oft der Druck des Schuhs auf den Grosszehenballen respektive den Knochenvorsprung (Pseudoexostose) auf der Innenseite des Fusses . Der Fuss ist dabei meist ohnihin schon verbreitert durch den Spreizfuss und passt nur noch in einen gross geschaffenen Schuh. Sie finden unten Zeichnungen zu den Halluxoperationen. Sie können auch Fotos zur Operation sehen unter     www.orthopaedie-zuerich.info/4906.html     

Abb. 1:  Normaler Fuss 

Normaler Fuss, keine Pseudoexostose, keine Fehlstellung der Grosszehe

Der Schuh drückt nicht auf den Knochenvorsprung (Pseudoexostose) und das Grosszehengrundgelenk wird nicht fehlbelastet weil die Grosszehe nicht nach der Aussenseite des Fusses schaut. 

 

 

Abb. 2:  Spreizfuss mit Hallux valgus 

Der Fuss ist verbreitert, es bildet sich eine Pseudoexostose (Knochenvorsprung). Die Grosszehe zeigt nach der Aussenseite des Fusses (Fehlstellung der Grosszehe). 

Der Schuh drückt auf den Knochenvorsprung (Pseudoexostose) und das Grosszehengrundgelenk wird fehlbelastet weil die Grosszehe nach der Aussenseite des Fusses schaut. Wegen der Fehlstellung der Grosszehe bildet sich mit der Zeit eine schmerzhafte Arthrose (Abnutzung des Gelenks).    

 

Abb. 3:  Korrektur des Spreizfusses durch sog. Basisosteotomie des Metatarsale I (Schnitt in den Mettelfussknochen) 

Auf dem linken Bild sehen sie wo der überstehende Knochen am Grosszehenballen abgetrennt wird. Das entfernte Knochenstück wird zu einem Dreieckkeil geschnitten. Auf dem Bild rechts wird gezeigt, wie ein Spalt im Mittelfussknochen aufgeweitet wird und wie der Keil dann zur Richtugsänderung des ersten Mittelfussknochens verwendet wird. 

 

 

Abb. 4:   Korrektur des Spreizfusses durch sog. Chevron - Osteotomie des Metatarsale I (Schnitt in den Mittelfussknochen hinter dem Mittelfussköpfchen und verschieben desselben nach der Aussenseite)

Die Abbildung oben zeigt wie der Fuss durch das Verschieben des Köpfchens des ersten Mittelfussknochens nach der Aussenseite und durch Entfernen des Knochenvorsprungs verschmälert wird. Diese Operation wird oft mit der weiter oben (Abb. 3) gezeigten Basisosteotomie kombiniert.  

Eine Nachuntersuchung von 112 Patienten welche mehr als 10 Jahre früher nach der oben beschriebenen Methode wegen Hallux valgus operiert worden sind zeigte dass die einmal erreichte Korrektur erhalten werden konnte. Der Winkel welchen die Grosszehe mit dem Mittelfussknochen bildete (Hallux valgus Winkel) war vor der Operation 27 Grad und im Durchschnitt 12.7 Jahre nach der Operation immer noch 14 Grad.  

Literatur: W. Schneider et al.   "Chevron Osteotomy in Hallux Valgus" Ten Years Results of 112 Cases. J. Bone Joint Surg B 2004;86-B:1016-1020 

 

 

Hallux rigidus

Sie finden Fotos zur Operation des Hallux rigidus unter     www.orthopaedie-zuerich.info/4906.html

Weitere Informationen zu Hallux valgus, Hallux rigidus, Hammerzehe und Krallenzehe bekommen Sie in der Praxis Dr. med. Anton Stadelmann, Facharzt für orthopädische Chirurgie, Stadelhoferstrasse 38 (zwischen Bellvue und Bahnhof Stadelhofen)                        Telefon 044 262 01 62

 

Am Telefon begrüssen Sie Frau Gross oder Frau Weber

 

 

 

Diese Webseite ist weiter im Aufbau, sie werden in Zukunft weitere Erklärungen zu allen wichtigen Operationen 

erhalten. Zunehmend  wird auch mittels Skizzen und Zeichnungen gezeigt, wie die Operationen ausgeführt werden.

zum Seitenanfang

Update:03.März 2008